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DER STANDARD

aus 08.02.1998



Erklärung der Mutter "Zum Tod meines Sohnes Hans"


Darin will sie vor allem "Mißverständnissen und Gerüchten" vorbeugen. Falco war am Freitag bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik tödlich verunglückt.

Wien - Zum Tod ihres Sohnes veröffentlichte die Mutter von Falco, Maria Hölzel, Sonntag nachmittag eine Stellungnahme. Darin will sie vor allem "Mißverständnissen und Gerüchten" vorbeugen. Der Wortlaut:

"Wie jeder nachvollziehen kann, bin ich über das Ableben meines Sohnes in tiefer Trauer und bitte um Verständnis, daß ich diesen Weg wähle, die Öffentlichkeit zu informieren. Um Mißverständnissen und Gerüchten vorzubeugen, möchte ich kurz den Ablauf der tragischen Ereignisse zusammenfassen:

Nach einem Besuch auf dem Set zu den Dreharbeiten einer Fernsehserie fuhr Hans mit seinem Jeep Richtung Cabarete und blieb kurz stehen, um sich in einer Cafeteria Zigaretten zu besorgen. Beim Wiedereinordnen in den Verkehr der Hauptstraße wurde er von einem Bus mit sehr hoher Geschwindigkeit in einer unübersichtlichen Kurve auf seiner Fahrbahnseite frontal erfaßt. Nach meinen letzten Informationen war er auf der Stelle tot. Alle Personen, die in den letzten Stunden vor diesem tragischen Unfall mit meinem Sohn Kontakt hatten, bestätigen mir übereinmstimmend, daß er weder unter dem Einfluß von Alkohol, Medikamenten oder Drogen stand.

Ich wünsche mir, daß seine Freunde und Fans ihn als das in Erinnerung behalten, was er für mich war: ein kreativer Musiker, loyaler Freund und liebender Sohn.

Wie es sicherlich sein Wunsch gewesen wäre, wird er in seiner Heimatstadt Wien überführt und bestattet werden."

Die Mutter des verunglückten Sängers reagierte damit auf Gerüchte über eine mögliche Alkoholisierung Falcos zum Unfallszeitpunkt. Hacienda-Resort-Manager Herbert Schoderböck wies gegenüber der APA auf eine andere Beobachtung hin: "Es kristallisiert sich immer mehr heraus, daß der Busfahrer zu rasch gefahren ist." Hölzl sei in Sachen Alkohol nicht auffällig gewesen, "ganz im Gegenteil". Das Unfallprotokoll der örtlichen Polizei wurde für kommenden Dienstag erwartet.

Wenige wirklich neue Informationen brachte die Begehung der Unfallstelle, an der Falco am Freitag getötet worden war, Sonntag nachmittag (MEZ). Herbert Schoderböck im Anschluß an den Lokalaugenschein gegenüber der APA: "Es waren zwei Beamte der örtlichen Polizei dabei. Einer von ihnen hat mir gesagt, man könne annehmen, daß der Bus mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war." Sonst hätte sich an dem Unfallszenario im Grunde nichts wesentliches geändert.

Für Sonntag abend (MEZ) wurde eventuell noch mit der genauen Festlegung des Termins für die Überstellung der sterblichen Überreste von Hans Hölzl nach Wien gerechnet. Dies dürfte Mitte der Woche geschehen. (APA)


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